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Werkzeuge weltweit im (Zu-)griff

Der „Tool Lifecycle Management“-Ansatz (TLM) von TDM Systems geht weit über die Grenzen des Werkzeugs hinaus. TLM steht im Mittelpunkt des ”Internets der Dinge” auf Fertigungsebene. Mit dem neuen Modul TDM Global Line vernetzt TDM zudem global den Werkzeugdatenbestand mehrerer Fertigungsstandorte.

Werkzeuge weltweit im (Zu-)griff

Der Mittelstand hält sich noch zurück: Themen wie Industrie 4.0, Internet der Dinge, Smart Factory, Cyber Physical Systems oder Cloud Computing stoßen bei Kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU) auf Skepsis. Dr. Jürgen Bischoff, Leiter der Studie „Industrie 4.0 im Mittelstand“ warnt: „Der Mittelstand droht bei der Digitalisierung und Vernetzung der Produktion abgehängt zu werden, wenn er seine Zurückhaltung nicht aufgibt.“ Durchgeführt hat die Studie die Agiplan GmbH aus Mühlheim an der Ruhr im Auftrag des Bundes-ministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Gefragt sind „Einstiegsszenarien, die zum jeweiligen Unternehmen passen“. Auch das Analysehaus Techconsult stellte in seinem „Business Performance Index (BPI) Mittelstand 2014“, fest, dass fast zwei Drittel der mittelständischen Fertiger im deutschsprachigen Raum noch nie etwas von „Industrie 4.0“ gehört hatten. An dem Thema führt kein Weg vorbei. Die Unternehmensberatung PwC prognostiziert für deutsche Unternehmen 40 Milliarden Euro Investitionen in Anwendungen von Industrie 4.0. 2020 könnten schon 80 % der Industrieunternehmen ihre Wertschöpfungskette digitalisiert haben und Effizienzsteigerungen von knapp 20 % erzielen.

 

Was bringt konkreten Nutzen?

Doch Papier ist geduldig. In der Praxis fragen die Unternehmen nach nutzbringenden Konzepten. TDM Systems arbeitet intensiv an der Integration, Vernetzung und Digitalisierung im Bereich Werkzeugmanagement. Die Produkte sind an der entscheidenden Schnittstelle zwischen Fertigung und kaufmännischem Bereich positioniert.

Für Vertriebsleiter Eugen Bollinger ist Industrie 4.0 „eine kontinuierliche Weiterentwicklung in der Systemlandschaft, die vor allem Vernetzung bedeutet“. Ziel ist es, aus einer Werkzeugmaschine mit ihren Werkzeugen und Vorrichtungen Informationen zu ziehen, diese über das ”Internet der Dinge“ weiterzuleiten und auszuwerten. Bollinger: „Die Herausforderung besteht darin, diese Fülle an Informationen, auch ”Big Data” genannt, so aufzubereiten, dass der Endanwender damit etwas Sinnvolles anfangen kann.“

Industrie 4.0 - eine kontinuierliche Weiterentwicklung in der Systemlandschaft, die vor allem Vernetzung bedeutet.

Eugen Bollinger

Leiter Vertrieb bei TDM Systems

Werkzeugdatenmanagement als Integrator

TDM Systems entwickelt sich deshalb gerade vom reinen Tool Data- zum Tool Lifecycle Management Unternehmen. „Wir unterstützen und vernetzen technische und betriebs-wirtschaftliche Abteilungen, die bisher durch grundsätzlich unterschiedliche Strukturen und Abläufe wenige Berührungspunkte haben.“ Das Werkzeugdatenmanagement eigne sich hierfür, weil es genau zwischen beiden Welten liegt und sie integrieren kann. Bollinger: „Das fängt an bei der Konstruktion des Werkstücks, geht über die NC-Planung und Simulation bis hin zur Auftragsvorbereitung und die physische Organisation des Werkzeugkreislaufs auf Shopfloor-Ebene.“

So können die gewonnenen Daten beispielsweise helfen, in der Konstruktionsphase fertigungsgerechte CAD-Modelle zu erzeugen oder NC-Programme mit Vorschub- und Schnittgeschwindigkeiten zu erstellen, die einen sicheren Prozess gewährleisten. „Die notwendigen Parameter stellt TDM über Schnittstellen, sogenannte Konnektoren, den jeweiligen Systemen zu Verfügung. Technologische Informationen aus der Maschine erhält TDM über entsprechende Maschinenanbindungen und via Manufacturing Execution Systems (MES).“

 

TDM Global Line verbindet Standorte weltweit

Industrie 4.0 geht weit über das einzelne Unternehmen hinaus. Das Softwaremodul TDM Global Line ermöglicht deshalb einen entscheidenden Schritt. „Vor allem Fertigungsunternehmen mit globalen Produktionsstandorten bringt das Vorteile“, erklärt Eugen Bollinger. Werkzeugdaten und -grafiken liegen auf einem zentralen unternehmenseigenen Server oder in der Cloud auf dem Server eines Dienstleisters.

Entscheidend ist, dass alle Daten, auch aufwändige 3D-Daten, dank neuer Softwarearchitektur und hoher Datenkomprimierung selbst bei schwacher Internetverbindung an jedem Fertigungsstandort weltweit per Mausklick zur Verfügung stehen. Bollinger: „Unsere Kunden können ihre zentrale Anwendung so auf alle Werke erweitern“ – ganz im Sinne einer Software as a Service (SaaS)-Anwendung in der Cloud.

 

Neue Softwaregeneration unterstützt Industrie 4.0

Die mobile Tablet-Lösung TDM Global Line Flex Crib ist ein browsergesteuertes Add-on und ermöglicht das Visualisieren von Werkzeugkomponenten und Komplettwerkzeugen (Stammdaten und 2D/3D-Grafiken), das Durchführen von Buchungsdialogen auch mit einer Scan-Funktion und das Visualisieren von Buchungslisten.

Über Buchungsfunktionen im ersten Modul Global Line 1.0 lässt sich bereits der Werkzeugverbrauch in den angebundenen Werken zentral erfassen. Eugen Bollinger ist überzeugt, dass TDM Global Line den Datentransfer international fertigender Industrieunternehmen extrem beschleunigen wird. „Möglich macht das eine software- wie anwendungstechnisch neue Generation – ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunft“.

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